Under The Cloucs
Helicopters in the Sky

RC Heli - Baubericht Airbus Helicopters EC 145 in 600er-Grösse.

Ein neuer Modell-Heli entsteht.

 

Die Vorgeschichte.


Am 20.09.2018 ist meine zweite, wunderschöne BO 105 in 500er-Grösse abgestürzt und erlitt unreparierbare Schäden (hier...). Nach reiflichem Überlegen habe ich mich dazu entschlossen, einen Eurocopter EC 145, oder wie er heute korrekt heisst Airbus Helicopters EC 145 in 600er-Grösse aufzubauen. Ein wunderbares Winterprojekt 2018/2019.


27.09.2018: Der neue Heli ist gekauft.
Auf ricardo.ch habe ich einen Roban EC 145-Rumpf mit Beleuchtung, inkl. CopterX-Mechanik und CopterX-4-Blatt-Rotorkopf in 600er-Grösse zu einem Schnäppchen-Preis ersteigert. Der Heli musste im Wallis abgeholt werden und ist natürlich noch nicht aufgebaut.
Am Samstag, 06.10.2018 habe ich die dreistündige Fahrt von Chur ins Wallis unter die Räder genommen, um meinen neuen Heli, die EC 145 in 600er-Grösse abzuholen. 3 Stunden Fahrt für 159km - aber über den Oberalp- und den Furkapass ist halt doch die kürzeste Strecke ins Wallis. Natürlich ging's dann auch wieder den gleichen dreistündigen Weg zurück. Obwohl ich bereits zwei Rumpfhelis in 600er-Grösse besitze (Bell 222 und Sikorsky Seahawk NAVY), war ich doch etwas von der Grösse des EC 145 überrascht. Da der neue Heli in meinem Heli-Hangar zur Zeit keinen Platz findet, muss ich mir noch etwas einfallen lassen. Für den Aufbau wartet da ein echtes Stück Arbeit auf mich. Dies wird wohl mit Sicherheit ein mehrmonatiges Projekt.


09.10.2018 Mechanik und Elektronik werden vorbereitet.
Die Mechanik inkl. Motor Scorpion HKIII 4025-650KV, drei Taumelscheiben-Servos Graupner HBS 870 HV, Heckservo GAUI XPERT SI-2201 HV und 4-Blatt-Rotorkopf waren bereits verbaut und provisorisch eingestellt. Das FBL-System Spirit Pro, der Empfänger Spektrum AR8000 und das Telemetrie-Modul TM 1000 inkl. Sensoren, sowie das Emcotec SPS können aus meinem bestehenden Bestand genommen werden. Als Regler habe ich den neuen Kontronik Kolibri 140LV geordert.



Nach dem Anlöten aller notwendigen Stecker, habe ich alle Komponenten angeschlossen und provisorisch an der Mechanik befestigt. Der Regler, der Empfänger (inkl. Telemetrie) sind eingelernt worden und die Fernbedienung hat die Grundprogrammierung erhalten.

Um einen Probeflug absolvieren zu können, müssen die Kabel natürlich noch verlegt und ein passendes Landegestell montiert werden. Dieses muss ich allerdings erst ordern. Vorerst wird jetzt das FBL-System programmiert und alle Gestänge und der Rotorkopf eingestellt, was relativ zeitaufwändig wird. Bis zum ersten Testflug der Mechanik wird also noch etwas Zeit vergehen. Dazu nächstens mehr...


28.10.2018 Mechanik ist aufgebaut und erste Arbeiten am Rumpf.
Die Mechanik ist nun fertig aufgebaut. Ein provisorisches Landegestell wurde montiert, ebenso das abgewinkelte Heck und die provisorischen Heckstützen. Zudem sind alle Kabel provisorisch verlegt verlegt worden. Die Beleuchtung wurde zum erstenmal zusammengesteckt, programmiert und ist nun für die Montage im Rumpf bereit. Auch die ersten Arbeiten am Rumpf sind erfolgt.
Bevor die "Rohmechanik" zum ersten Testflug bereit ist, muss das Zero-Setup (Einstellung der Taumelscheibe und Gestängelängen, sowie die Programmierung des FBL-Systems) vorgenommen und der Sender programmiert werden. Sobald diese Arbeiten erledigt sind und der Probeflug erfolgreich absolviert ist, beginng die Anpassung der Mechanik in den Rumpf. Dazu braucht es allerdings gutes Wetter und freundliche Temperaturen.

Mit den ersten Arbeiten am Rumpf konnte ich auch bereits beginnen. So habe ich bei den Lüftungsschächten oberhalb der Kabine schwarze Gitter angebracht (Fliegengitter schwarz gespritzt, zugeschnitten und mit Heissleim eingeleimt).

Um den Landescheinwerfer einbauen zu können, habe ich an der Heli-Front das dazu notwendige Lochgebohrt und den Scheinwerfer provisorisch eingesteckt. Die endgültige Befestigung erfolgt dann nach dem Anpassen der Mechanik und des Cockpits. Ein Cockpit muss ich allerdings noch ordern. Über dem Landescheinwerfer werde ich dann noch ein kleines Dach montieren, so wie bei einer "Dächlikappe". Zusätzlich zum Landescheinwerfer erhält der Heli dann auch noch einen schwenkbaren Suchscheinwerfer.






04.11.2018 FBL eingestellt und Fortsetzung Arbeiten am Rumpf.
Nachdem die Mechanik fertig aufgebaut wurde, konnte ich nun Zero-Setup einstellen und das Spirit-FBL (Flybarless-System) programmieren. Passende Heckrotorblätter habe ich auch noch ordern müssen (HeliTec S-Schlag 105mm). Ebenfalls habe ich damit begonnen, weitere Arbeiten am Rumpf vorzunhemen.



Da die EC 145 im Rega-Design daherkommen soll, habe ich entsprechende Änderungen vorgenommen. So mussten die Landekufenbügel von schwarz auf weiss und der schwarze Antennenkasten am Heckausleger von schwarz auf rot umgespritzt werden. Die Hauptrotorblätter sind beim Original hellgrau/gelb, also wurden die bestehenden Hauptrotorblätter von hellgrau/schwarz auf hellgrau/gelb umgespritzt ind die neuen Heckrotorblätter mit gelben Blattenden versehen. Auch die ersten "Rega-Aufkleber" sind am Rumpf angebracht worden.

Die Scheiben der Hecktüre, welche nicht geöffnet werden kann, habe ich mit speziellem Spray, dunkel getönt.


11.11.2018 Erster Testflug der nackten Mechanik.
Trotz ungwöhnlich hohen November-Temperaturen, konnte bisher aufgrund des starken Föhns kein einziger Testflug absolviert werden. Am 8. November war es dann soweit. Bei Sonnenschein, praktisch Windstille und milden 18° Grad nutzte ich die Stunde der Gelegenheit und machte auf "meinem" Fluggelände in Haldenstein, den ersten Testflug.
Nach den obligaten Vorbereitungen (Akku anstecken, Sender einschalten, SPS-Schalter abziehen, Eneloop-Schalter auf "ON" stellen, Funktionskontrolle Servos) und einem gefühltem Pulsschlag von 200 stellte ich den Sender auf "Motor an" und mit einem tollen Sanftanlauf drehten die Rotorblätter ruhig und relativ leise (dank Schrägverzahnung des Hauptzahnrads) hoch, bis eine Drehzahl von 1350 RPM's erreicht waren. Alles völlig unspektakulär, ohne sichtbaren Vibrationen, also Pitch-Hebel nach oben bis der Heli sanft abhebt. Zu meinem grossen Erstaunen stand der Heli im Schwebeflug wie eine EIns in der Luft. Der Blattspurlauf passt perfekt. Welch eine Erleichterung. Drei Akkus Schwebeflug-Übungen und Achten und dies bei einer Flugzeit von ca. 6 1/2 Minuten je Akku. Dies wird dann mit Rumpf wohl etwas weniger werden.

Nun kann eifrig am Rumpf mit allen Details und mit dem Anpassen der Mechanik in den Rumpf begonnen werden.



18.11.2018 Das Cockpit entsteht.
Cockpits für die EC 145 gibts im Internet zuhauf zu kaufen. Ein Cockpit selbst zu bauen, scheint mir jedoch eine besondere Herausforderung zu sein. Mal schauen, ob ich das hinbekomme.



Angelehnt an die vielen Cockpit-Abbildungen der Rega-Helikopter, welche im Internet kursieren, habe ich mal einen ersten Entwurf aus Karton gebastelt. Aus Gewichtsgründen werde ich den Grossteil des Cockpits auch in der definitiven Version aus Karton bauen. Angelehnt an das Original versuche ich, die Grössenverhältnisse korrekt umzusetzen.


Ganz so nebenbei habe ich auch begonnen, den Rumpf mit Details zu versehen. Der obere Cable-Cutter und die Antennen oberhalb des Cockpits wurden farblich dem Original angepasst und der Landescheinwerfer wurde mit einem "Dächli" versehen.


02.12.2018 Ausfahrbahrer Landescheinwerfer und Emcotec SPS.
Vergangene Wochen waren Arbeiten am Rumpf angesagt. Dies ist jeweils eine besondere Herausforderung, weil "Schnitzen" am Rumpf nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Zusätzlich habe ich auch noch die Kabelbäume für die Beleuchtung vorbereitet.
Analog den "echten" Rega EC 145-Helis hat mein Modell auch einen ausfahrbaren Landescheinwerfer erhalten. Dieser muss nicht nur an das Lichtnetz angeschlossen werden, sondern erhält auch noch die Funktion des Aus- und wieder Einfahrens. Nachdem der ausfahrbare Landescheinwerfer zusammengebaut und getestet wurde, habe ich an der Rumpffront die Masse des Landescheinwerfers ausgeschnitten und ihn montiert.

Auf der linken hinteren Seite des Rumpfs habe ich den Emcotec SPS Schaltgeber (Safety Power System) als Tankverschluss montiert. Im gleichen Arbeitsschritt wurde auch noch der Ein-/Ausschalter für den Eneloop eingebaut. Der Eneloop hat die Funktion eines Stützakkus für das FBL (Flybarless System). Beide Systeme sind so kontruiert, dass sie bei Bedarf, z.bsp. zum Ausbau der Mechanik, jeweils nur ein- und ausgesteckt werden können.



09.12.2018 Der Cockpit-Rohbau und Frontbeleuchtung sind fertig.
Nach diversen Entwürfen und Karton-Modellen für ein Cockpit ist der finale Rohbau meines selbst konstruierten "Karton"-Cockpits fertig. Als nächstes werden die beiden Sitze gebaut. Die Frontbeleuchtung (Landescheinwerfer) sind betriebsbereit.





Der finale Rohbau meines selbst konstruierten "Leicht-Cockpits" besteht ausschliesslich aus Karton. Bis zu dieser definitiven Version wurden mehrere Karton-Modelle gebaut und immer wieder geändert. Eine besondere Herausforderung war die abgerundete "Sonnenblende". Noch fehlen die Instrumenten-Tafeln. Die Cockpit-Magnethalterungen in der Haube sind auch gesetzt.


Damit die Fronthaube nicht vor jedem Flug mit Kabel und Stecker verbunden werden müssen, habe ich in der Haube Federkontakte und im Rumpf entsprechend Kontaktflächen eingebaut. Dies hat den Vorteil, dass die Stromverbindung für das Licht sofort funktionsfähig vorhanden ist, sobald die Haube korrekt auf dem Rumpf aufgesetzt ist.



Die beiden Landescheinwerfer, einer fix in der Frontnase und einer weiter unten ausfahrbar (vom Sender steuerbar), sind nun fertig eingebaut und voll funktionsfähig. Der ausfahrbare Landescheinwerfer kann auf zwei verschiedene Positionen gesteuert werden.


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